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Tempus fugit - Die Zeit vergeht
Die Archäologie beschäftigt sich mit der Erforschung von alten, ja uralten Gegenständen und Strukturen. In der Ausstellung ARCHÉO A16 werden die im Verlauf des Baus der A16-Transjurane gemachten Funde nicht wie üblich in ihrer chronologischen Reihenfolge präsentiert. Auch sind sie nicht nach Fundstelle, sondern nach Material bzw. Werkstoff gruppiert. In sich haben diese Materialien kein bestimmtes Alter, es sei denn jenes des geologischen oder biologischen Prozesses, welche sie erschaffen hat.
Im Laufe der Zeit und gemäss seinen Bedürfnissen hat der Mensch diese Stoffe verändert und in Artefakte verwandelt. Es ist dieser Moment, den die Archäologen datieren wollen. Zwischen der Entstehung der ältesten Fundstelle, welche wir im Kanton Jura entdeckt haben, und dem heutigen Tag sind mehr als 100‘000 Jahre verstrichen. Diese lange Zeitspanne wird in acht unterschiedlich lange Abschnitte aufgeteilt, wobei jede Periode eine wichtige Etappe in der kulturellen Entwicklung unserer Vorfahren darstellt.
Da die Nutzung eines bestimmten Werkstoffes vom Stand der Technik abhängig ist, findet man Werkzeuge aus Feuerstein noch lange nachdem das Paläolithikum ausgeklungen ist, hingegen keine Gegenstände aus Eisen vor der Eisenzeit.